24.3.10

Der Nachweis, dass Tiere lügen, wäre ein Beweis dafür, dass sie einen eigenen Willen und Bewusstsein besitzen

Wenn nachgewiesen werden könnte, dass Tiere lügen, wäre dies ein Beweis dafür, dass jene Tiere die lügen über einen eigenen Willen, und, über Bewusstsein verfügen!
DENN: Zu lügen ist regelmäßig ein Tun, das darauf abzielt, durch bewusste 'Ummodulierung' der Wahrheit bzw Wirklichkeit, einen, dem eigenen Willen (eher) entsprechenderen Zustand zu erreichen - und daher ist es in der Folge logisch konsequent, dass jedes Lebewesen, das in der Lage ist zu lügen, sowohl über einen eigenen Willen also auch über Bewusstsein verfügt.

Kommentare:

Ruefel hat gesagt…

Es läßt sich vollkommen ohne Grund, Sinn und Verstand lügen, also auch ohne Willen und Bewußtsein?

tk hat gesagt…

Rabenvögel, die zu den intelligentesten Tieren zählen, können lügen.
Diese Tiere buddeln sich gegenseitig ihr verstecktes Futter wieder aus und mopsen es. Es gibt nun Untersuchungen, dass als Gegenstrategie die Vögel beim Futterverstecken darauf achten, ob ein Artgenosse zuschaut. Wenn dass der Fall ist, hören sie nicht etwa auf zu verbuddeln, sondern machen weiter. Sobald der andere nicht mehr guckt, buddeln sie es wieder aus und verstecken es woanders. Die Ergebnisse wiesen klar darauf hin, dass die Tiere bestrebt sind, ihren Artgenossen ein falsches Bild der Wirklichkeit zu vermitteln - also lügen. Ob sie das aber im eigentlichen Sinne wissentlich und auch willentlich tun, kann man annehmen, es ist aber nicht zwingend. Es könnte auch ein angeborener Instinkt sein (kein Wille) und ob die Tiere darüber reflektieren und sich dessen "bewusst" sind, was sie da tun, ist völlig offen.

Warum das Leben ein Hurensohn ist! hat gesagt…

herr/frau der philosophie blog.
sie sind sehr verschwenderisch und schnell mit dem großen Begriff: beweisen.
Beweisen kann man kaum was.
freien willen schon gar nicht. und noch weniger bei tieren.