13.11.08

Es ist ein Irrglaube zu meinen, dass die Gegenwart eine Dauer hat

Es ist ein Irrglaube zu meinen, dass die Gegenwart eine Dauer hat!

Die Gegenwart dauert weder eine Stunde, noch eine Minute, noch eine Hundertstel- oder Tausendstelsekunde.

Es gab ja auch noch keine Zeit, zu der es keine Gegenwart gegeben hätte!

Die Gegenwart dauert nicht!
Sie IST, IMMER!
Sie ist immer JETZT!

Kommentare:

Genussdenker hat gesagt…

Da erinnere ich gerne an die Kommentare in "ist all unser Leben Vergangenheit".

Ich bin da anderer Ansicht, obschon die hier geäusserte Begründung sehr Sinn macht.

Die "Gergenwart" ist ein begriffliches Konstrukt. In diesem Konstrukt legen wir ein Zeitrahmen fest. Ein Zeitfenster.

"Gegenwärtigkeit" meint doch "Zustand". Nun ist die Frage nur, ob man sich auf diesen Zustand beschränkt oder ob man Entstehung und Weiterführung/Veränderung miteinbezieht.
Die Zeit steht nie still, die Zustände in der Welt wirken gegenseitig aufeinander ein.

Wir nehmen die Welt durch unsere menschliche Perspektive des Mesokosmos wahr. Doch nicht "nur" das. Die Faktoren welche zu neuen Zuständen führen (die wir dann wieder als "Gegenwart" bezeichnen"), können dermassen komplex und zahlreich sein, sodass uns die Begrifflichkeit "Gegenwart" hilft, uns auf das festgeklegte Zeitfesnter zu beschränken. Anders gesat : wir halten die Zeit (begrifflich) an.
Wer aber meint, dies sei ein Mangel, der irrt. Diese Vorgehgensweise, welche uns längst verinnerlicht ist, dient unserer enormen Vorstellungskraft.

Mulmi hat gesagt…

'Die "Gegenwart" ist ein begriffliches Konstrukt. In diesem Konstrukt legen wir ein Zeitrahmen fest. Ein Zeitfenster.'

Aber trifft dies nicht auf alle Zeitformen zu?

Definieren wir nicht allgemein die Vergangenheit als jene Zeit bzw jene Existenz die NICHT MEHR IST, und die Zukunft als jene Zeit bzw jene Existenz die NOCH NICHT IST?

Und ist (die) Gegenwart nicht 'einfach' das, das existiert?

Wenn etwas als existent bzw gegenwärtig eingestuft wird, bedeutet dies grundsätzlich ja noch keine Festlegung dahingehend ob es sich um etwas Statisches oder um einen Prozess handelt.

Dass wir aber einen Prozess, wenn wir über ihn nachdenken, und in seinem Sein analysieren, quasi 'anhalten', um (besser) zu verstehen, liegt meiner Meinung nach in der Natur des Denkens - ist aber, meiner Meinung nach, keinerlei Beleg dafür, dass der Gegenwart bzw Existenz PRINZIPIELL etwas Statisches anhaftet.

LG Mulmi