22.1.09

Leben = das individuelle Besitzen von Information

Der folgende Beweis, ist ein philosophisch-rationaler Beweis:

Jede Zelle, ist ein Träger vielfältiger Informationen [1].
Jedes Lebewesen, setzt sich aus einer unterschiedlichen Zahl von Zellen zusammen – manche sind Einzeller, und manche setzten sich aus vielen, mitunter gar aus Milliarden von Zellen zusammen.
Und, da dem so ist, ist, in der Folge, jedes Lebewesen, bereits vom Anfang seiner Existenz an, mit einer Fülle von Informationen ausgestattet!

Dass daher, bei der Vermehrung von Lebewesen, Informationen weitergegeben werden, und dass, durch Vermehrung, neu entstandene Lebewesen, bereits von Geburt an, über wesentliche Informationen für ihr Leben verfügen, ist alles andere als ein unerklärliches Wunder, sondern ist die/ eine Normalität des Lebens!

Leben = das individuelle Besitzen von Information + das individuelle Verwenden von Information + das Weitergeben von Information, an andere Individuen, im einfachsten aller Fälle, mittels Vermehrung

Quelle:

1. http://de.wikipedia.org/wiki/Zelle_(Biologie)

Kommentare:

Genussdenker hat gesagt…

Ein gewiss überlegenswerter Ansatz.

Dass Leben ohne Information nicht sein könnte, dürfen wir als gegeben betrachten. Doch man könnte diesen Gedanken auf's Nicht-Leben erweitern.

Als Erstes ist festzuhalten, dass (genetische) Information eine VORRAUSSETZUNG für Leben ist.

Wie sieht's beim nicht-Lebendigem aus? Dem statisch Materiellem?
Auch da : Information ist eine Vorraussetzung.
Diese Prämissen haben hohen ontologischen Gehalt.

Was ist eigentlich "Information" als Solches, was ist sie per se? Woraus besteht sie? Und zwar unabhängig all ihrer Träger?

Solche Fragen welche zusammenhängen, verleiten zu abenteuerlichsten Spekulationen. Denn da gelangt man in Sphären der Physik, welche von ihr wohl selbst noch bloss erahnt werden können.
Grenzen solcher fagen etwa sind Fragen ie zB ob Information auch ohne Träger besteht.

Das Karrusel der Übelgungen dreht sich (ungelöst) weiter und man gelangt schnell zu Themen wie die Determinismusfrage, Frage um den Freien Willen, Geist etc.

Selbst ob bei Vermehrung von Leben (Anzahl Lebewesen) zugleich eine Vemehrung von Information stattfindet, bleibt damit ungeklärt. Denn diese Frage ist von obigen Fragen abhängig.
Da Information so viele verschiedene Formen annhemen kann - sich also in gleichbleibender Quantität/Qualität auf die verschiedensten Träger transportieren kann - bleibt sie für uns im Verborgenen. Relativ wenige Informationsträger vermögen wir sinnvoll zu analysieren.

Auch hier ist wieder Erkenntnistheorie gefragt. Unsere meso-optische Ebene der Wahrnehmung schränkt uns in der Sicht auf das Wesen der Information stak ein. Im Prinzip wissen wir noch herzlich wenig über sie. Selber erachte ich es als entscheidend, auch hier sich disziplinarisch nicht zu beschränken. Denn damit wäre auch zugleich die Erkenntnistheorie in bezüglich dieser Thematik beschränkt und man erhielte kein holistisches Bild darüber.

Anonym hat gesagt…

Die Information an sich muss jedoch erst erarbeitet werden.

Was wir Kommunizieren sind keine Informationen. Es sind lediglich Daten. Im Internet werden z.B. Unmengen von Daten übertragen. Mein Webbrowser oder ein andere Applikation generiert nun eine Abbildung aus diesen Daten die für mich lesbar ist, die ich auswerten kann. Mein Monitor liefert mir eine Abbbildung in meine Augen, und die Augen eine in mein Gehirn. Dort werden diese Daten nun ausgewertet und es obliegt der jeweiligen Leistungsfähigkeit dieses Organs welche Informationen es in den Daten erkennen kann.

Information ist demzufolge keine Sache die bewusst kommuniziert (übertragen) werden kann.

Ich würde daher die Aussage revidieren und sagen die Fähigkeit zum Erkennen von Information in den Daten ist eine Eigenschaft des Lebens.

Nur ist das Leben meiner Ansicht nach nur ein Begriff der eine Vorstellung beschreibt. Was nützt es das Leben zu definieren? Die Dinge sind wie sie sind... es hängt von den Grenzen der Betrachtung ab. Ein Mensch lebt ein Stein nicht und doch tragen wir Mineralien in uns die ein Teil unser selbst sind. Ein Organismuss hat aber keine absoluten Grenzen.

Ohne Luft kann ich nicht Leben, ist die Luft nicht ein Teil meines Organissmus? Ohne Wasser verdurste ich, also muss das Wasser zu mir gehören... usw und so fort...

Mulmi hat gesagt…

@ Anonym

Ein wesentlicher Unterschied zwischen belebter und unbelebter Natur besteht darin, dass JEDES Lebewesen über eine eigene 'Strategie, einen eigenen 'Plan' verfügt, um sich gegenüber Umwelteinflüssen zu behaupten.

Ein Gebirgszug zB besitzt - im Gegensatz zu einem Kaktus oder einer Schnecke - keinerlei 'Strategie' oder 'Plan', um die eigene Existenz, gegenüber Umwelteinflüssen, zumindest für einige Zeit, aufrechtzuerhalten.
Ein Gebirgszug, ist Umwelteinflüssen schutzlos ausgeliefert.
Und wenn ein Lebewesen sein Leben 'aushaucht', verliert es mit seinem Leben, seinen Schutz - und ist von diesem Zeitpunkt an, wie jede unbelebte Materie, den einwirkenden Umwelteinflüssen schutzlos ausgeliefert...

Ob es es Sinn macht, zu versuchen, das Phänomen Leben zu verstehen, und es, in Form einer Definition, zu beschreiben, muss jeder für sich selbst entscheiden...
Für mich persönlich jedenfalls, macht ein solcher Versuch Sinn!

Und, dass ein Lebewesen stets etwas ist, das nicht nur Grenzen setzt sondern immer auch eigene Grenzen aufweist, ist etwas, das ich an mir, und an anderen, immer wieder aufs Neue erfahre und erlebe!

Liebe Grüße Mulmi